Geht los!

Sehr interessant:

Und einmal in voller Länge:

Ich bin erst gegen 23.30 Uhr eingeschlafen, obwohl das Licht schon seit zwei Stunden aus war. Um 3.40 Uhr habe ich nochmal Schmerzmittel bekommen und daraufhin um 8 Uhr noch geschlafen.

Geschwollenes Bein.

Nachmittagsschläfchen.

Ich bin schon viel wacher als gestern.

Temperatur 36,8.

Morgen früh testen wir, ob ich ohne Schmerzpumpe klar komme. Die Wirkung läßt nach 3 Stunden nach. Dann muß Papa mich gut beobachten. Wenn es mir gut geht, dann kann die Pumpe entfernt werden.

Gestern hat es mit dem Röntgen nicht mehr geklappt, nun soll heute geröngt werden.

Zum Röntgen geht es mit meinem Liegerollstuhl:

Die Anschlußreha für Januar ist schon beantragt. Die Ärzte würden mich gerne ab 6.1.2020 dort sehen.

Mutti hat bei der Beihilfe angefragt, die Kosten werden von dort übernommen. Meine Sachbearbeiterin hat schon nach einer Stunde geantwortet. Die ist super! ♥


Im Lagerungsblock wurde oben links an der Hüfte 1 cm rausgeschnitten. Der Bezug kommt zum Schluß drauf, wenn wir sicher sind, das er paßt, damit der in einem Stück ist und keine Falten wirft. Falten erzeugen Druckstellen.

Um 17.30 Uhr war das Röntgen, das war wohl der letzte (planmäßige) Termin des Tages.

Wenn ich wieder zuhause bin, soll Mutti sich bei meinem Rehatechniker melden. Der will mich nochmal vermessen (liegend im Lagerungsblock) und dann gucken, inwiefern mein Rolli noch verwendbar ist. Irgendwie ist das doof gelaufen. Rolli bestellt. Dann Diagnose und OP und dadurch verbreitert sich die Hüfte und der Rolli paßt nicht mehr...


Der Weihnachtsbaum auf der Arbeit meiner Eltern. Wie hübsch!

Gestern Abend hat Papa um 21.30 Uhr das Licht ausgemacht und prompt war die Übergabe an die Nachtschwester. Zwei Schwestern haben ordentlich an meinem Rücken rumgefummelt und ich hab anschließend nochmal Schmerzmittel erhalten. Einen ordentlichen epileptischen Anfall bekam ich auch noch.

Die Nacht war unruhig und kaum war Papa eingeschlafen, mußte der Perfusor gewechselt werden. Papa war begeistert.

Um 7.15 Uhr bin ich aufgewacht. Um 9.30 Uhr fand der Verbandswechsel statt. Zu Dritt! Dann war die Ärztin da und sprach die Anschlußreha im Januar an. Die wird heute beantragt.

Der Rehatechniker hat meinen Lagerungsblock mitgenommen, solange liege ich mit einem Keil zwischen den Beinen da. Da mußte an der Hüfte 1cm weggenommen werden.

Um 9.50 Uhr hatte ich noch einen heftigen Anfall. Herzfrequenz 145, Sauerstoffsättigung 100.

Abends hatte ich 37,6 Temperatur.


Antrag medizinische Anschlußrehabilitation in der Phase C für 6 Wochen ging heute an die Rehaklinik und die haben den Antrag an die Debeka geschickt. Mutti kümmert sich morgen um die Beihilfe. Das haben die immer nicht auf dem Zettel, daß die Beihilfe immerhin 80% der Kosten trägt.

"Aufgrund der 6wöchigen Ruhigstellung und Entlastung ist mit einem konsekutiven Muskelabbau mit entsprechender Bewegungsstörung zu rechnen.
Desweiteren ändert sich durch die komplexe Umstellung das Gangmuster und muß neu erlernt werden."

Beim Barthel-Index hab ich übrigens 20 Punkte bekommen!

Stuhlkontrolle selbständig = 10 Punkte

Harnkontrolle selbständig = 10 Punkte

4.30 Uhr Aufstehen! Dabei schlafe ich ausgerechnet heute so gut.

Ich habe meine Medis mit einem Teel. Joghurt bekommen. Nach Katzenwäsche und Zähneputzen ging es um 5.30 Uhr los nach Hamburg. Um 6.44 Uhr fuhren wir auf den Parkplatz des Altonaer Kinderkrankenhaus. Papa und ich haben unsere Mund-Nasen-Bedeckungen aufgesetzt und sind in den 2. Stock auf Station gefahren. Mutti hat noch kurz gewartet, bis der Empfangsbereich öffnete und uns dort angemeldet. Dann hat sie mein Armbändchen und die Aufkleber noch auf der Station  abgegeben. Sie durfte aber nicht zu uns.

 7 Uhr - ich hab schon mein OP-Hemd an.

7.20 Uhr Die Scheißegalpille wirkt. (Die durfte ich mit einem kleinen Teelöffel Joghurt nehmen - hat der Narkosearzt ausdrücklich erlaubt). Ich werde müde.

Wie angekündigt ging es um 7.45 Uhr los. Ab in den OP.

Nun heißt es abwarten und Daumen drücken!

Fundstück in Hamburg. :-)

Zwei Professoren toben sich an mir aus. "Operation nach Tönnis und varisierende derotierende Osteotomie proximale Femur rechts" - wow, klingt beeindruckend. Nachzulesen z.B. HIER oder bei Wikipedia.

Um 14 Uhr durfte Papa in den Aufwachraum kommen. Die OP ist gut verlaufen. Ich schlafe noch.

Etwas blaß um die Nase.

Auf Station hat Papa erstmal nachgemessen. Der Lagerungsblock ist 74,5 cm breit. Mein Pflegebett zuhause 73,5cm.

Da muß der Rehatechniker nochmal die Ecken abfeilen. ;-)

Der Professor kam vorbei und hat mit Papa gesprochen. Es ist eine schwere OP und heute oder morgen soll nochmal zur Kontrolle geröntgt werden. Er ist anscheinend zufrieden mit seiner Arbeit.


Mein neuer Schwerbehindertenausweis ist angekommen!

 

Um 9 Uhr hatte ich einen Friseurtermin. Auftrag an Manu: Schön kurz!

Es fing ganz lustig an. Ich ließ meinen Hasen los und Muffin schnallte das sofort. Er kam ganz langsam angeschlendert, tat so, als wenn nichts wäre und zack - hatte er den Hasen sichergestellt und rückte langsam wieder ab. Mutti hat ihn beobachtet und sich schlapp gelacht.

Der Rest endete im Chaos. Ich hatte überhaupt keine Lust auf Haare schneiden und habe nicht stillgehalten, lautstark gemeckert und mich gewehrt. Mit Mühe und Not bekam Manu einen Haarschnitt zustande. Sie war mit ihrer Arbeit nicht zufrieden, aber mir und meinen Eltern gefällt es.

Vom Michel ging es zum Kinderkrankenhaus in Altona. Um 11 Uhr sollte ich dort sein. Wir waren sogar 20 Minuten früher dort. Papa und ich haben im Auto gewartet und Mutti ist als Erste rein und hat mich angemeldet und alle Formalitäten geregelt: Beahndlungsvertrag unterschrieben, Abrechnung mit der Debeka unterschrieben, Einverständnis zum Coronatest vorbereitet usw..

Dann haben wir getauscht. Mutti hat im Auto gewartet, ich bekam einen Mund-Nasen-Schutz auf und dann mußten Papa und ich zum Coronatest. Da hatte ich genauso wenig Bock drauf, wie auf Haareschneiden und es mußte Verstärkung von Station geholt werden, um mich zu bändigen.

Nach dem Coronatest sind wir alle zusammen auf die Station gegangen. Aktuell darf nur eine Begleitperson dabei sein und es ist kein Besuch erlaubt. Ausnahme: Die Aufklärungsgespräche für die Operation und Narkose.

Mutti bekam wieder ganz viel Papierkram in die Hand gedrückt (Aufklärungsbögen, Anamnesebogen für die Station hinsichtlich Pflege usw) und ich bekam Spaghetti Bolognese. Das fand ich echt toll. Wir hatten zwar Joghurt mit, aber die freundliche Stationshilfe meinte, ich bekomme was Warmes. Klasse!

Also saßen wir im Vorraum bei den Fahrstühlen bis wir aufgerufen wurden.

Als Erstes erklärte der Arzt, wie die Operation durchgeführt wird. Den ersten Teil kannte ich ja schon von der linken Seite. Da war ich aber erst 8 Jahre alt und man konnte die Wachstumsfugen nutzen. Mit ca. 10 Jahren schließen sich diese und deshalb ist die Operationsmethode nun eine andere. Das Ganze schimpft sich "Beckenumstellung nach Tönnis".

Nachzulesen z.B. HIER oder bei Wikipedia.

Man kann sich das so vorstellen. Das Becken besteht aus drei Teilen, die zusammengewachsen sind. Nun wird es wieder auseinandergesägt und neu zusammengepuzzelt. Erst wird man auf den Bauch gelegt und dann geht man von hinten durch die Pobacke rein und sägt das erste Mal. Dann wird man umgedreht und von vorne aufgeschnitten, damit die anderen beiden Teile zersägt werden können.

So sieht das anschließend auf dem Röntgenbild aus:

Mahlzeit! Da wird einem ganz anders.

Der Arzt hat mich dann noch untersucht und dann sind Papa und ich zum Röntgen gegangen, während Mutti mit dem Narkosearzt sprach. Das war der nette Mensch von damals und er hatte meine alte Akte schon gut studiert. Ich bekomme dieses Mal einen Periduralkatheter, so wie Mutti bei ihren OPs. Damit kann ich gut Schmerzmittel bekommen. Im Gegensatz zu Mutti darf ich mir aber nicht selber einen Bolus geben, sondern das Schmerzmittel fließt gleichmäßig.

Zu guter Letzt war der Orthopädietechniker da und hat mich ausgemessen, damit der Lagerungsblock hergestellt werden kann.

Es wird sehr spannend werden, ob mein Rolli, der ja gerade mal ein halbes Jahr alt ist, anschließend noch paßt. Durch die OP wird die Hüfte breiter und damit muß auch der Rolli breiter sein... Oh oh.

Gegen 15 Uhr waren wir fertig und sind völlig erledigt nach Hause gefahren.

Jetzt müssen Papa und ich uns etwas zurückhalten. Deshalb habe ich heute und morgen auch keine Therapien mehr. Morgen kommt das Ergebnis vom Coronatest und wenn das okay ist, haben wir am Mittwoch um 6.45 Uhr auf der Matte zu stehen. Ich stehe als Erster auf dem OP-Plan.

Nachdem sich Arjen Lubach mit dem Clip "America first - Netherlands second" unsterblich gemacht hat, kommt hier zum Ende der Ära Trump noch eine Videobotschaft:

Rückblick:

Bordsteinrampe aus Gummigranulat (Länge: 100cm | Breite: 25cm | Höhe: 3cm - 11cm | Winkel: 6,8° - 20°)

Sie erleichtert das Anfahren von Erhöhungen und Absenkungen und ist im Innen- und Außenbereich einsetzbar.

 

 

Netzfund!

So kann eine Behindertentoilette aussehen - in einem Ferienpark in Deutschland.

Die preisgekrönte App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ sollten alle Eltern auf ihrem Handy installiert haben.

Näheres dazu auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) HIER.

Die App liefert Informationen zu Chemikalien, Medikamenten und Pflanzen, die Vergiftungsunfälle bei Kindern verursachen können - und wie sich diese vermeiden lassen und natürlich ist dort für den Fall des Falles die Telefonnumer des Giftnotrufs hinterlegt.

 

Ab sofort findet ihr den Blog nur noch hier.

Es wird Beiträge geben, die ohne Registrierung der Öffentlichkeit zugänglich sind, wenn es z.B. um Therapien, (meine) Behinderung, Hinweise auf andere Webseiten usw. geht. Und es wird Beiträge geben, die nur registrierten Nutzern zur Verfüng stehen. Die Registrierung muß von mir bzw. Mutti freigegeben werden. Wer nicht persönlich bekannt ist oder schon lange in virtuellem Kontakt mit mir/uns steht, möge sich bitte per E-Mail kurz outen, wer er/sie ist und warum ein Interesse besteht.

Vielen Dank dafür!