Der Pflegedienst war mal wieder da im Rahmen des sinnlosen 14jährlichen Beratungseinsatzes. Den Typen, der seit letztem Mal kommt, den hat Mutti gefressen. Vom ersten Moment an konnte sie ihn nicht ausstehen.
Er wollte wieder seine sinnlose Abfrage machen. Ob ich neue Hilfsmittel hätte? Was für Therapien ich bekomme? - Geht ihn alles einen Scheixx an. Der soll bestätigen, daß ich gut gepflegt bin und fertig.

Dann fragte er, ob ich immer noch PG 5 habe. Mutti erwiderte, daß ich natürlich noch PG 5 hätte, da ich zum 1.1.2017 von Pflegestufe 3 mit eingeschränkter Alltagskompetenz übergeleitet wurde und damit einen lebenslangen Bestandschutz habe. Er erklärte Mutti daraufhin, bei Kindern sei das ja anders, da diese sich entwickeln usw. Mutti mußte dann leider widersprechen, denn der Bestandschutz bei der Überleitung ist nicht etwa eine Regelung unserer Krankenkasse (wie er behauptete), sondern ergibt sich aus dem Gesetz: §140 Abs. 3 SGB XI

Mutti hat ihm dann mitgeteilt, wie ätzend sie solche Falschaussagen gegenüber den Pflegebedürftigen bzw. Angehörigen findet. Es ist schon schlimm genug, daß die Pflegekassen ihr eigenes Recht gerne falsch anwenden und z.B. auch im Jahr 2017 gerne Begutachtungen veranlassen, was in den meisten Fällen der Gesetzeslage widerspricht. Das die Pflegedienste, die "beraten", noch weniger Ahnung haben, findet sie erschreckend.

Und damit war der Beratungseinsatz beendet.

Papa kam früh von der Arbeit wieder und wir hatten noch volles Programm: meine Orthesenschuhe abholen, zu Colobri - die Brillen reinigen, zum Italienischen Großmarkt und in den Supermarkt.

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