Meine Poster zum Welt-Down-Syndrom-Tag:











 








Mutti hat Mittags den Flamingo aus der Werkstatt abgeholt und ist zur Besprechung nach Hamburg gefahren. Abends hatte sie übelsten Schüttelfrost und hat sich unter 2 riesigen Bettdecken 12 Stunden am Stück gesund geschlafen.

Und deshalb ist das DIE Gelegenheit, endlich mal zum Thema "Heilpädagogischer Kindergarten" zu berichten:

Mutti hat mich im Herbst telefonisch für einen Platz ab 01.08.2011 angemeldet.

Am 01.02.2011 haben wir einen Brief von der Hansestadt Lübeck, Bereich Soziale Sicherung Behindertenhilfe bekommen. Die wollten mich gerne persönlich kennen lerne und mit mir über die Aufnahme in einen integrativen Kindergraten sprechen. Der Termin sollte am 16.02.2011 um 14 Uhr sein.

Mutti hat gleich bei dem netten Herrn angerufen und gefragt, ob wir nicht spontan am 03.02. kommen können (weil wir da sowieso Urlaub haben wegen des Narkosegespräches in der Uniklinik). Ganz flexibel hat er das möglich gemacht.

Meine Eltern waren ein bißchen aufgeregt, weil sie in dem Gebäude früher gearbeitet haben. Und so trudelten wir am 03.02.2011 munter im 4. Stock im Haus Kronsforderallee (jetzt heißt es Haus Kronsforde) ein.
Nach einem angeregten Small Talk über die Räumlichkeiten und Anekdoten, die sich dort zu LVA-Zeiten zugetragen haben, ging es um mich, wobei ich mal wieder alles verschlafen habe.
Relativ schnell war aufgrund meiner Geschichte klar, daß ein I-Kindergarten für mich nicht ausreicht und ich in eine heilpädagogische Einrichtung gehöre.

Wir haben den Auftrag bekommen, uns die drei Lübecker Einrichtungen anzuschauen und uns dort vorzustellen. Das haben wir so schnell wie möglich erledigt und waren von allen Kindergärten begeistert.
Am 04.02.2011um 9.30 waren wir im "Haus Barbara", um 11 Uhr im "Haus der Kleinen Riesen" und am 21.02.2011 um 8.30 Uhr im "Haus für Spiel- und Beschäftigungstherapie".

Jedes Haus für sich hat Vor- und Nachteile, in jedem arbeitet gutes und freundliches Personal und die Leitungen sind alle sehr freundlich und aufgeschlossen.
Die endgültige Entscheidung, wo ich lande, trifft die Stadt Lübeck als Kostenträger. Ich darf mir aber was wünschen und die Häuser dürfen sich auch was wünschen.
Und vor allem müssen sie natürlich überhaupt bereit sein, mich aufzunehmen !

Unsere Wunschliste sieht wie folgt aus:

1) Haus für Spiel- und Beschäftigungstherapie (HSB), Träger: Universitätsklinik Lübeck:

Heilpädagogischer Kindergarten 6 Stunden in der Zeit von 8.00 Uhr bis 14.30 Uhr
(Wir würden von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr in Anspruch nehmen)
Keine Randstunden der Kinderbetreuung, dafür Taxitransport zur Einrichtung

Besonderheit:
- ganzheitlicher Ansatz
- liegt auf dem Gelände der Uniklinik, direkt unterhalb der Kinderintensivstation neben dem Hubschrauberlandeplatz
- grenzt ans Naturschutzgebiet
- riesige überdachte Terrasse
- 1 x wöchentlich therapeutisches Reiten möglich
- während der Förderzeit keine Krankengymnastik, keine Ergotherapie möglich
- Ferienzeiten: 3 Wochen in den Sommerferien, zw. Weihnachten und Silvester, 1 Woche in den Herbstferien, 1 Woche im Mai

2) Haus Barbara, Träger: Vorwerker Diakonie:

Heilpädagogischer Kindergarten von 9 – 13 Uhr
Theoretisch dazu buchbar: 7-9 Uhr und 13-16 Uhr; aufgrund des dann dreimal erforderlichen Gruppenwechsels, würde sich die Einrichtung voraussichtlich nicht auf den vollen zeitlichen Umfang einlassen. Halbwegs zugesichert wäre im Falle einer Zusage eine Betreuung 7 – 13 Uhr.

Besonderheit:
- Heilpädagogische Kleingruppe mit 4 Kindern und 3 Betreuern !
- Schwimmbad
- Werkstattraum
- Turnhalle
- Krankengymnastik und Ergotherapie während der Zeit möglich
- es sind zusätzliche Betreuungsverträge abschließbar, sofern das Kind die längere Form der Betreuung aushält und es für das Kind zumutbar ist.
- Ferienzeiten: 3 Wochen in den Sommerferien und zw. Weihnachten und Silvester

3) Haus der Kleinen Riesen, Städtische Einrichtung: 

Heilpädagogischer Kindergarten von 8.30 Uhr – 14.30 Uhr (Freitags von 8 bis 14 Uhr)
Keine Randstunden der Kinderbetreuung
Dafür Taxitransport zur Einrichtung

Besonderheit:

- Die Einrichtung entscheidet nach 6 Wochen, ob man 6 Stunden täglich bleiben darf oder nur für 4 Stunden kommen kann

- 1x wöchentlich Badetag in einer großen Badewanne !
- riesiges Bällebad
- Trampolin
- Turnhalle
- 70er Jahre Charme!
- Krankengymnastik und Ergotherapie während der Zeit möglich

Wir haben uns aus dem Bauch heraus für das HSB entschieden. Vielleicht, weil das Krankenhaus und das Gelände so vertraut ist...

Mutti hat morgens in der PädAudiologie angerufen und sich erkundigt, ob es normal ist, daß das Ohrensekret so stinkt. Grundsätzlich ist es wohl schon so. Sollte das allerdings länger andauern oder mal weggehen und dann wiederkommen, dann soll ich unbedingt einem niedergelassenen HNO-Arzt vorgestellt werden.

Schaun mer mal. Über Nacht waren die Ohren relativ trocken und morgens stank "nur" das eine.