Papa war morgens zum Gespräch mit der Ärztin in der Uniklinik.

Das EEG war für meine Verhältnisse recht gut. Schlafspindeln gab es natürlich nicht zu sein. Es gab aber schon deutlich schlechtere. Umso enttäuschter war Frau Doktor, daß ich nach wie vor so viele Anfälle habe und vor allem solche Tage wie Sonntag hinlege.

Das Inovelon wird ab sofort abends auf 300mg (statt 200mg) erhöht, d.h. es gibt morgens eine Tablette und abends 1 1/2. Das Frisium wird wie besprochen weiter reduziert und abgesetzt.

An absoluten Scheixxtagen, wie Sonntag, soll ich ruhig mal eine Portion Diazepam bekommen, damit ich ein bißchen zur Ruhe komme.

Abwarten und Tee trinken. Schaun mer mal.

Frau Dr. lobte meine Eltern für ihre Geduld. Was heißt hier Geduld ? Sie können es einfach nicht ändern.

Ich greife nach dem Stangenfrosch und habe ihn tatsächlich mal zum Quaken gebracht.

Den Schlenkerfrosch mag ich aber noch lieber.

Und weil ich so gewachsen bin und mir auch meine Orthesen nicht mehr passen, habe ich sogar nagelneue Klamotten bekommen. Sonst muß ich immer alte Sachen auftragen. Dieses Mal durfte Oma Neustadt einkaufen gehen:

Sie hat zwei langärmelige und zwei kurzärmlige Bodys besorgt und Strumpfhosen (siehe unten).

Von den Kücknitzern habe ich einen türkisen Pulli geschenkt bekommen und Mutti hat aus der teuren Kinderboutique eine superschicke Leggins draufgepackt.

Als ich Nachts wachgeworden bin, hat Oma mich einfach fest in den Arm genommen und ich bin daraufhin sofort wieder eingeschlafen. Tagsüber haben wir uns auch prima vertragen. Wir hatten auch viel Besuch und alle turtelten um mich rum.

Bestimmt liefere ich nochmal Bilder nach !


Dafür war Muttis Tag nicht so toll. Erst nervten die Baustellen auf der Autobahn.

Wer hat sich das eigentlich mit diesen blöden Schildern ausgedacht ? Auf den ersten Blick erscheint das ganz lustig, aber spätestens im Stau möchte man die Paint-Pumpgun zücken und den Smileys ins Gesicht schießen !

In Göttingen hat der Flamingo beschlossen, Selbstmord zu begehen. Nuuun, wenn man so undankbar ist und all das Geld nicht zu würdigen weiß, das in einen reingesteckt wurde, dann wars das eben. Ausgerammelt.

An dieser Stelle heißen Dank an den hervorragenden Service des ADAC und an die unkomplizierte Hilfe der Firma Schindewolf in Rosdorf/Göttingen. www.schindewolf-gmbh.de

Mutti ist einfach mit einem ADAC-Leihwagen weitergefahren. Sie läßt sich doch nicht von einer kaputten Rammeltonne vorschreiben, wie sie ihr Wochenende verbringt ! Freundliche Menschen haben ihr ein Zelt für die Nacht spendiert, denn in einem Citroen C3 Picasso kann man nicht so ohne weiteres bequem auf der Rückbank schlafen, wie in einem Audi C3.

(Kleines Wortspiel für Insider und Verrückte Zwinkernd).

Ein sensationeller Mond über Stadecken-Elsheim.

Ganz zentral in Stockelsdorf und sehr gut versteckt, liegt der alte jüdische Friedhof, der seit bald 100 Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Koordinaten: 53° 53′ 7″ N, 10° 38′ 57″ O

1799 wurde der alte Friedhof erstmals erwähnt, der zur jüdischen Gemeinde Hamburg gehörte. Vielleicht ist er auch älter. 1915 fand die letzte Beerdigung statt. Heute ist der Friedhof Kulturdenkmal.

Jüdische Friedhöfe werden nie aufgehoben. Ihnen fehlt im Gegensatz zu christlichen Friedhöfen der Blumenschmuck. Die Grabsteine werden nicht gereinigt, die Gräber werden nach jüdischem Brauchtum sich selbst überlassen.

Die Grabsteine sind üblicherweise in Hebräisch beschriftet.

Sie zeigen keine Figuren, sondern symbolische Darstellungen, die auf Leben und Tod hinweisen oder auf Verschiedenes, was die Stellung, Herkunft oder Persönlichkeit des Toten veranschaulicht.

Segnende Hände weisen daraufhin, daß der Verstorbene aus dem Priesterstamm kommt.

Ein Krug zeigt die Angehörigkeit zum Stamm Levi.

5. September 2012